Abends, es ist spät und dunkel: “Soll ich Dich zum Parkplatz bringen?”, bin ich von einem Kollegen gefragt worden. “Nein danke”, sage ich etwas gepresst (während in mir ein ziemlich entrüsteteres “NEIN!!” aufbraust).

Wieso eigentlich bin ich das früher nie gefragt worden, mittlerweile aber immer öfter? Ich gehe da seit Jahren hin, meistens alleine, auch im Dunkeln. Wieso auch nicht? Sehe ich plötzlich so aus, als müsste man mich dort hin begleiten? Ich habe keine Angst vor diesem Parkplatz – aber je öfter ich so etwas gefragt werde, desto mehr Gedanken mache ich mir darüber, ob ich welche haben sollte.

Das Unangenehme an der Situation: Es ist ja eigentlich nett, auf jeden Fall höflich, wenn man(n) eine solche Begleitung anbietet. Also kann man sein “Nein” nur in mäßiger Lautstärke kundtun und muss die Entrüstung über die Frage verbergen, die insgeheim im Inneren aufbraust. Wenn man fragt, warum man das gefragt wird, wird man komisch angeschaut – also offensichtlich keine passende Entgegnung für den Otto-Normal-Menschen. Was also tun, wie am besten reagieren? Vermutlich wäre ein nettes “Nein, danke” angebracht (mit Betonung auf nett, nicht auf gepresst). Aber das will mir einfach nicht als Erstes in solchen Momenten über die Lippen gehen.

Letztlich ist es doch sowieso nicht von der Helligkeit abhängig, was passiert.