Ich sehe mich zur Zeit vor einem Problem stehen: Ich hatte bisher den Anspruch an mich selbst, Dinge 100%ig zu erledigen, mindestens. Genau darauf zu achten, wann was wie getan werden muss, wenn nötig rechtzeitig Fragen zu stellen und dann auch nochmal drüberzuschauen, ob alles stimmt. Das ist mein Anspruch im Job, wenn ich Dinge umsetzen muss. Und im Privaten letztlich auch.
Als Manager eines Projektes allerdings muss ich im Moment lernen, dass andere Menschen andere Ansprüche haben – 90% sind auch in Ordnung, die letzten 10% nur schwierig erreichbar, von vielen Leuten noch nicht einmal honoriert. 90% sind okay, über die restlichen 10% muss man sich nicht zu sehr den Kopf zerbrechen (genauer: am besten gar nicht).
Warum fällt es mir so schwer, das zu aktzeptieren? Ich werde meinen Anspruch an mich selbst und Andere herunterschrauben müssen. Weil es anders vermutlich gar nicht machbar ist. Nicht schaffbar. Warum bloß sehen andere Leute das so viel lockerer?
Gerade denke ich mir: Wenn ich alles korrekt mache, biete ich keine Angriffsfläche. Liegt es daran? Unauffällig bleiben, nicht anecken, bloß keine Aufmerksamkeit auf sich ziehen? (… dann kann mir keiner was …)
Ich muss das lernen. Möglichst schnell, um nicht am Druck, unter den ich mich selbst setze, kaputtzugehen. Das wird ein ganzes Stück Arbeit für mich…

Hinterlasse einen Kommentar
Kommentar-Feed für diesen Beitrag